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Montag, 14 März 2022

Dinkel oder Weizen?

Technologie

Dinkel oder Weizen?

Die Überprüfung von Dinkelprodukten auf Beimengungen durch herkömmlichen Weizen dient dem Schutz des Verbrauchers vor Täuschung. Mit einer neu entwickelten Methode, die im Jahr 2021 auch akkreditiert wurde, hat das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg insgesamt 133 Proben von Lebensmitteln auf Basis von Dinkel sowie den Urweizenarten Emmer und Einkorn auf Verfälschungen durch „Weizen“, also herkömmlichen Weichweizen untersucht.

Die Hälfte der Proben enthielt nur geringe Verunreinigungen durch Weichweizen von 5 % und weniger. In weiteren 28 % der Proben lagen die Verunreinigungen noch im Toleranzbereich (bis zu 10%). Allerdings wiesen 29 von 133 Proben (= 22%) deutliche Verunreinigungen durch Weichweizen von 10 bis 20 % auf. Besonders bei Anteilen von mehr als 20 % und alleiniger Verwendung von Dinkel als Weizenart wurde die Bezeichnung „Dinkel“ als irreführend beurteilt. Anteile von Weichweizen sind bei ganzen, ungemahlenen Körnern eher selten. So waren bei allen 11 Proben von Emmer und Einkorn sowie bei 21 von 22 Proben von Dinkelkörnern die Ergebnisse unauffällig bzw. noch im Toleranzbereich. Höhere Weichweizenanteile wurden dagegen häufiger angetroffen bei Dinkelmahlerzeugnissen (4 von 18 = 22%), Broten (6 von 24 = 25%), Keksen und sonstigem Gebäck (6 von 16 = 38%) sowie bei Teigwaren (11 von 32 = 34%).

QUELLE:
► Meldung Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg vom 18.02.2022

Dr. Greta Riel

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