Mittwoch, 21. Februar 2024

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Artikel in Kategorie Recht & Normen

Das Verbraucherportal Lebensmittelklarheit stellt nach einer Verbraucheranfrage klar: die pflanzliche Herkunft von Ölen muss im Zutatenverzeichnis eines Produktes stehen, zum Beispiel „Rapsöl“. Zwar können mehrere Öle als „pflanzliche Öle“ zusammengefasst werden, unmittelbar dahinter müsse aber eine Liste mit den jeweiligen pflanzlichen Herkünften folgen.

Ein Verbraucher war nach dem Kauf einer Cocktailsoße irritiert, dass im Zutatenverzeichnis "pflanzliches Öl" als Zutat aufgeführt war – ohne genauere Angabe.

QUELLE:
► Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände - Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv), lebensmittelklarheit.de, Fragen und Antworten, „Müssen Pflanzenöle näher benannt werden?“ vom 07.02.2024

Dr. Greta Riel

Pflanzenöle müssen näher benannt werden
Ab dem 1. Februar 2024 muss in Deutschland bei nicht verpacktem, unverarbeitetem Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch die Herkunft gekennzeichnet werden. Das spielt vor allem bei Bedientheken oder Metzgereien eine Rolle, ebenso in Hofläden und auf Wochenmärkten. Wie bei loser Ware üblich, muss diese Kennzeichnung auf einem Schild, durch einen Aushang oder durch sonstige schriftliche oder elektronische Informationsangebote an gut sichtbarer Stelle erfolgen. Bisher konnten Verbraucher:innen die Herkunft des Fleischs oft nicht nachvollziehen, höchstens auf Nachfrage beim Bedienpersonal.

QUELLE:
► Meldung rbk-direkt.de vom 25.01.2024 und Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

Dr. Greta Riel

 Neue Kennzeichnungspflicht an der Fleischtheke

Bei Lebensmitteln verliert Nachhaltigkeit als Einkaufskriterium einer Studie der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn zufolge an Bedeutung. Nach Jahren des Booms könnten oder wollten sich laut Stephan Rüschen, Professor für Lebensmittelhandel an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn, jetzt weniger Verbraucher Nachhaltigkeit leisten. Das hänge auch mit den Folgen des Ukraine-Kriegs zusammen.

Für einen großen Teil der Konsumenten spiele Nachhaltigkeit laut der Studie der Hochschule keine Rolle. Die sogenannten Verweigerer stünden für 40 Prozent der Bevölkerung. Die Überzeugten, denen das Thema äußerst wichtig ist, machten hingegen nur 6,5 Prozent der Befragten aus.


QUELLE:
► Meldung handelsblatt.com vom 23.12.2023

Dr. Greta Riel

Wandel im Konsumverhalten
Italiens Regierung verbietet die Herstellung und den Verkauf von Laborfleisch. Die Abgeordnetenkammer in Rom verabschiedete einen entsprechenden Gesetzentwurf, der bereits zuvor vom Senat angenommen worden war. Die Diskussion über synthetisches Fleisch spitzte sich zuletzt in Italien zu. Die Opposition lehnte ein Verbot vehement ab. Italien ist damit das erste Land in Europa, das ein solches Verbot einführt, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Verstöße sollen dem Gesetz zufolge mit Geldstrafen von bis zu 60.000 Euro sowie der Beschlagnahmung von Ware geahndet werden.

 

QUELLE:
► Meldung spiegel.de vom 17.11.2023
►Meldung topagrar.com vom 24.11.2024

Dr. Greta Riel

Italien verbietet Laborfleisch
Die EU-Kommission hat nach gründlicher Prüfung drei neue Sorten von gentechnisch verändertem Mais zur Verwendung als Lebens- und Futtermittel zugelassen und die Zulassung einer anderen Sorte verlängert. Keine der Genehmigungen umfasst den Anbau der Maissorte in der EU.  Alle Produkte, die daraus hergestellt werden, unterliegen den strengen Kennzeichnungs- und Rückverfolgbarkeitsvorschriften der EU, so meldet die EU-Kommission in Ihrer Pressemitteilung.

Zuvor hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die Zulassung nach wissenschaftlicher Prüfung empfohlen. Da die Mitgliedstaaten weder im zuständigen Ausschuss noch im Berufungsausschuss eine Mehrheit für oder gegen die Zulassung erreicht haben, musste die Europäische Kommission über die Zulassungen entscheiden. Sie gelten für 10 Jahre.

 

QUELLE:
► Pressemitteilung Europäische Kommission vom 13.10.2023

Dr. Greta Riel

Drei Sorten von genetisch verändertem Mais zugelassen
Gerade im Sommer, bei hohen Temperaturen greifen Verbraucher gern zu Erfrischungsgetränken. Auch diese Warengruppe wird im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) Mecklenburg-Vorpommern regelmäßig unter die Lupe genommen. Im laufenden Jahr sind im LALLF 84 Proben unterschiedliche Erfrischungsgetränke untersucht worden. Im Ergebnis mussten davon sechs (7 %) aus unterschiedlichen Gründen beanstandet werden.

Apfelsaftschorlen, Brausen, Colalimonaden, Eistee, isotonische Getränke, Fruchtsaftgetränke und Limonaden aus dem Einzelhandel in MV wurden alle auf ihren angegebenen Zucker-Nährwert überprüft. Dabei ergaben sich keinerlei Abweichungen.

 

QUELLE:
► Meldung Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) Mecklenburg-Vorpommern vom 13.09.2023

Dr. Greta Riel

Erfrischungsgetränke amtlich geprüft
Ökotest untersuchte 20 Konserven mit geschälten Tomaten, acht davon stammten aus Bio-Anbau. Zwei Produkte wurden in Gläser abgefüllt. In allen 18 Dosentomaten wurde Bisphenol A (BPA) in Gehalten gemessen, die Ökotest als "stark erhöht" bewertet. Die beiden Produkte aus dem Glas waren frei von Bisphenol A. Im Gesamturteil schnitt nur ein Produkt mit "gut" ab, eine Konserve wurde als "mangelhaft" bewertet.

Ökotest kritisiert die Ergebnisse unter dem Gesichtspunkt, dass BPA schon Jahrzehnte ein wichtiges Thema sei. Als "endokriner Disruptor" könne die Industriechemikalie das Hormonsystem beeinflussen und werde in der CLP-Verordnung offiziell als "reproduktionstoxisch beim Menschen" eingestuft. Bereits seit einigen Jahren verbesserten Hersteller ihre Dosenlacke wegen der möglichen Migration von BPA ins Lebensmittel. Sämtliche Anbieter versicherten Ökotest, dass sie sogenannte BPA-non-intent-Dosen verwenden, für deren Innenlacke bewusst gar kein Bisphenol A zum Einsatz komme. Doch nur in den einzigen beiden Testprodukten aus dem Glas wurde kein BPA nachgewiesen.

 

QUELLE:
► Meldung Ökotest vom 14.07.2023

Dr. Greta Riel

BPA in Tomaten
Die für Lebensmittelsicherheit zuständige EU-Behörde sieht eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat unkritisch. Die zuständige Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sieht keine inakzeptablen Gefahren bei der Verwendung des Mittels. Allerdings gebe es Datenlücken in mehreren Bereichen.

Zu den Fragen, die nicht abschließend von der EFSA beantwortet werden konnten, gehören ernährungsbedingte Risiken für Verbraucher und die Bewertung der Risiken für Wasserpflanzen, wie die EFSA mitteilte. Auch mit Blick auf den Artenschutz ließen die verfügbaren Informationen keine eindeutigen Schlussfolgerungen zu.

QUELLE:
► Meldung zdf.de vom 06.07.2023

Dr. Greta Riel

EFSA bewertet weitere Zulassung von Glyphosat
Ob die Mortadella (oder Käse) in Bärchen-Form anders schmeckt ist fraglich? Aber Kinder lieben sie! Nur wird man nach dem Inkrafttreten des neuen Kinderlebensmittel-Werbegesetz Bärchen-Wurst und -käse noch im Supermarkt finden?
Wie sollen die zahlreichen Eltern ihren Kindern erklären, dass der liebgewonnene Aufschnitt plötzlich anders aussieht oder durch eine Rezepturänderung womöglich anders schmeckt?
Die Vorgaben, die das Gesetz im neuesten Entwurf beinhaltet, sind vielfältig und werfen viele Fragen auf.

Da an Kinder gerichtete Lebensmittelwerbung sehr häufig hochverarbeitete Lebensmittel anpreist, die zu viel Zucker, Fett oder Salz enthalten, hat Bundesminister Cem Özdemir Pläne für mehr Kinderschutz in der Werbung vorgestellt.

QUELLE:
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), www.bmel.de, Stand 19.05.2023

►Entwurf eines Gesetzes zum Schutz von Kindern vor Werbung für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- oder Salzgehalt (Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz – KLWG) vom 14.02.2023

Mareike Tolle

Darf der Bär zukünftig noch in die Wurst?
Behr's Verlag