Passwort vergessen?
Dienstag, 07 Juni 2022

Verfälschungen mit Fremdzucker?

QM & QS

Verfälschungen mit Fremdzucker?

Die Naturbelassenheit von Lebensmitteln spielt für viele Verbraucherinnen und Verbraucher eine große Rolle. In einem speziellen Untersuchungsprogramm hat das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg im Jahr 2021 gezielt Honige, Orangensäfte und Kokosblütenzucker auf unzulässige Fremdzucker untersucht, die dem Produkt zusätzlich zu den natürlich vorhandenen Zuckern zugegeben wurden. Zum Einsatz kam dabei die sogenannte Stabilisotopenmassenspektromerie.

Insgesamt wurden 76 Honigproben untersucht. Zwanzig Proben wurden im Rahmen der OPSON X – Operation überprüft, bei der u.a. die Zugabe von Fremdzucker zu Honig im Fokus stand. Dabei wurde bei zwei aus Russland importierten Blütenhonigen die Zugabe von erheblichen Mengen an C4-Zucker nachgewiesen. Für alle weiteren im Jahr 2021 untersuchten Honige waren die Ergebnisse der Stabilisotopenanalyse unauffällig.

Zudem hat das CVUA Freiburg acht Orangendirektsäfte auf Verfälschungen mit C4-Zuckern untersucht. Erfreulicherweise waren sämtliche untersuchten Proben hinsichtlich des Untersuchungsziels der unzulässigen Zugabe von C4-Zuckern als unauffällig zu bewerten. Insgesamt 14 Kokosblütenzucker, bei denen es sich ausschließlich um Bio-Produkte mit der überwiegenden Herkunft Indonesien handelte, wurden ebenfalls mittels Stabilisotopenmassenspektromerie untersucht. Dabei wurde in einer Probe ein erheblicher Anteil an C4-Zucker nachgewiesen.

Die unzulässige Zuckerzugabe oder unvollständige Angaben zur Zusammensetzung eines Produkts sind laut CVUA irreführend und wettbewerbsverzerrend. Auch in diesem Jahr werden die Überprüfungen auf Fremdzucker durch die Untersuchungsämter fortgesetzt.

QUELLE:
► Meldung Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg vom 28.04.2022

Dr. Greta Riel

Interessantes im Behrs Shop

Behr's Verlag