Donnerstag, 26. Januar 2023

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Artikel in Kategorie Mikrobiologie

Im Zoonosen-Monitoring, durchgeführt durch die Bundesländer im Rahmen der amtlichen Lebensmittel- und Veterinärüberwachung, wurden 2021 über 400 Proben Rinderhackfleisch untersucht. Bei 28 von 420 Proben (6,7 %) wurden Shiga-Toxin bildende E. coli (STEC) nachgewiesen. STEC-Bakterien können akute Darmentzündungen hervorrufen, die zum Teil einen schweren Verlauf nehmen. Insbesondere bei Kindern kann eine Infektion mit STEC zur Ausbildung eines hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) führen, das oftmals mit einem akuten Nierenversagen einhergeht.

QUELLE:
► Meldung Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom 01.12.2022

Dr. Greta Riel

Pathogene Erreger in Rinderhackfleisch

Im Jahr 2022 sind durch das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) Mecklenburg-Vorpommern (MV) in der Zeit von August bis Dezember rund 2.100 Proben von insgesamt 306 verschiedenen Kartoffelsorten per PCR auf das Vorhandensein unterschiedlicher Krankheitserreger, untersucht worden. Es gab dabei keinen Nachweis einer Quarantänekrankheit der Kartoffel wie Bakterielle Ringfäule oder Schleimkrankheit, die durch Bakterien verursacht werden. Anders als im Vorjahr wurde aber bei den Viruserkrankungen eine deutlich stärkere Belastung des Pflanzgutes festgestellt.

QUELLE:
► Meldung Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) Mecklenburg-Vorpommern vom 12.12.2022

Dr. Greta Riel

Viren und Bakterien in Nabelkeilchen?

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 14 Proben abgepacktes Blattgemüse untersucht. Das Ergebnis: 8 von 14 Proben, die in Supermärkten, Discountern und bei Großhändlern angeboten wurden, wiesen hygienische Mängel auf. Hauptverantwortlich für dieses Ergebnis waren (teils sehr) hohe Konzentrationen an Hefen bzw. Schimmelpilzen. Damit schnitten lediglich 5 Produkte „gut“ ab, 3 „durchschnittlich“, 4 „weniger zufriedenstellend“ sowie 2 „nicht zufriedenstellend“.

Zwei Produkte bestanden den Test nicht. Den Gutachtern stach am Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums bei der sensorischen Prüfung ein „grasiger“ und „gäriger“ Geruch in die Nase. Das Aussehen der Blätter beschrieben sie als „matschig und faulig mit dunklen Verfärbungen“. Auch bei der mikrobiologischen Untersuchung fielen diese Produkte besonders negativ auf – ebenso wie ein „Bio-Rucola“, der im Gesamtergebnis mit einem „weniger zufriedenstellend“ bewertet wurde.
Zum Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums waren die Hefe- und Schimmelwerte bei der Mehrheit der getesteten Produkte erhöht. Deswegen schnitt kein einziges Produkt im Prüfpunkt Mikrobiologie besser als „durchschnittlich“ ab. Das Positive: Pestizide konnten, wenn überhaupt, nur in niedrigen Mengen nachgewiesen werden.

 

QUELLE:
► Meldung Verein für Konsumenteninformation (VKI) vom 21.09.2022

Dr. Greta Riel

Salat und Blattspinat weisen hygienische Mängel auf

Beim kalten Aufgießen von Cold Brew Tea werden evtl. vorhandene Keime nicht abgetötet. Diese können sich bei längeren Standzeiten des fertigen Getränks vermehren und zu einer unerwünschten Verunreinigung führen. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe untersuchte 19 Produkte auf ihre mikrobiologische Beschaffenheit und Kennzeichnung.

Insgesamt wurden 9 Proben, die in Teebeuteln angeboten wurden, sowie 10 Instantprodukte untersucht. Das Untersuchungsspektrum reichte von Hygieneindikatoren (Enterobakteriazeen und koagulasepositiven Staphylokokken) über Verderbniserreger (präsumtive Bacillus cereus-Keime, Schimmelpilze) bis zu Krankheitserregern (Salmonellen).

QUELLE:
► Meldung Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe vom 30.08.2022

Dr. Greta Riel

Cold Brew Tea – eine mikrobielle Gefahr?

Klimatische Veränderungen erhöhen den Druck auf die Wasserressourcen in Deutschland und Europa. Um dem zu begegnen, wurde auf europäischer Ebene die Nutzung von aufbereitetem Abwasser zur landwirtschaftlichen Bewässerung rechtlich ermöglicht. Das Vorkommen viraler Krankheitserreger im Abwasser (z.B. Noroviren und Hepatitis A-Viren) stellt in diesem Zusammenhang eine große Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wissenschaftliche Literatur zum gesundheitlichen Risiko der Nutzung von aufbereitetem Abwasser für die Bewässerung von Pflanzen, die als Lebensmittel genutzt werden ausgewertet.

QUELLE:
► Stellungnahme Nr. 019/2022 des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR vom 8. Juli 2022)

Dr. Greta Riel

Aufbereitete Abwässer: Virale Krankheitserreger auf pflanzlichen Lebensmitteln vermeiden

Im Jahr 2021 wurden durch das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) insgesamt 153 Hühnereierproben aus niedersächsischen Erzeugerbetrieben auf Salmonellen untersucht. Eine Probe besteht in der Regel aus jeweils zehn Eiern. Die Eier einer Probe werden gemeinsam untersucht, jeweils getrennt nach Eierschale und Eidotter. Auf die Untersuchung des Eiklars wurde verzichtet, da es wirksame Substanzen enthält, die unter anderem auf Salmonellen antimikrobiell wirken. Bei den Proben handelte es sich um 145 Planproben und acht Verdachtsproben. Sowohl bei den Planproben als auch Verdachtsproben wurden keine Salmonellen nachgewiesen.

QUELLE:
► Meldung Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)

Dr. Greta Riel

Keine Salmonellen nachgewiesen

Laut einem Bericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zeigen Campylobacter-Bakterien von Menschen und Geflügel nach wie vor eine sehr hohe Resistenz gegen Ciprofloxacin, ein Fluorchinolon-Antibiotikum, das üblicherweise zur Behandlung einiger bakterieller Infektionen beim Menschen verwendet wird. Bei Menschen und Masthähnchen wurden zunehmende Resistenzen gegen die Fluorchinolon-Klasse von Antibiotika bei Campylobacter jejuni beobachtet. Bei Salmonella enteritidis, der häufigsten Art von Salmonella beim Menschen, wurden zunehmende Resistenzen gegen die Antibiotikaklasse Chinolon/Fluorochinolon beobachtet.

QUELLE:
► Meldung Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vom 29.03.2022

Dr. Greta Riel

Antibiotika-Resistenz von Salmonella- und Campylobacter-Bakterien nach wie vor hoch

Aufgrund der Zunahme von Infektionen mit Vibrio parahaemolyticus in Neuseeland in diesem Sommer hat New Zealand Food Safety die Verbraucher darauf hingewiesen, Muscheln gründlich zu kochen. Seit Mitte November 2021 gab es 31 bestätigte Erkrankungen und 10 Personen wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Laut Behörden gebe es Hinweise, dass durch eine Änderung der Wassertemperatur und -bedingungen lebende Muscheln anfälliger für die Bakterien machen könnten.

QUELLE:
► Food Safety News vom 19.01.2022

Dr. Greta Riel

Vibrio-Infektionen in Zusammenhang mit Muscheln

Ein E. coli-Ausbruch in Dänemark, bei dem innerhalb von knapp 4 Wochen mehr als 60 Menschen erkrankten, wird in Zusammenhang mit Frühlingszwiebeln aus Ägypten in Verbindung gebracht. Enteroinvasive E. coli (EIEC) werden häufig mit Reisedurchfall in Verbindung gebracht, bei den 68 Erkrankten war dies jedoch nicht der Fall.
Eine gemeinsame Untersuchung des Statens Serum Institut (SSI), der dänischen Veterinär- und Lebensmittelbehörde (Fødevarestyrelsen), der örtlichen Krankenhäuser und des DTU Food Institute ergab, dass die Infektionsquelle des Ausbruchs vermutlich Frühlingszwiebeln eines niederländischen Lieferanten, die in verzehrfertigen Salaten verwendet wurden. Die Frühlingszwiebeln wurden über drei Einzelhandelsketten verkauft.

QUELLE:
► Meldung Food Safety News vom 29.12.2021

Dr. Greta Riel

Infektionen mit E. coli nach Verzehr von Frühlingszwiebeln
Behr's Verlag