Mittwoch, 21. Februar 2024

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Artikel in Kategorie Mikrobiologie

In einer Mitteilung nimmt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Stellung zur neuen Pfandpflicht für Milch und den damit möglicherweise in Verbindung stehenden Auswirkungen auf die Lebensmittelsicherheit. Seit Anfang 2024 gilt die Pfandpflicht für Flaschen aus Einwegkunststoff auch dann, wenn in diese Milch, Milcherzeugnisse und Milchmischgetränke abgefüllt wurden. Ab sofort gehören diese Flaschen also nach Gebrauch in den Pfandrücknahme-Automaten. Genau wie im Fall der bereits bekannten pfandpflichtigen Getränkebehälter für Limonade, Bier oder Saft sei laut BfR davon auszugehen, dass es durch Getränkerückstände in den Flaschen zu einer Verschmutzung der Automaten kommt, hier vor allem durch Milchfette und Eiweiße.

QUELLE:
► Mitteilung 001/24 des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vom 10.01.2024

Dr. Greta Riel

Neue Pfandpflicht für Milch: Kein Risiko bei sachgerechter Reinigung der Automaten?

Die Campylobacteriose ist seit 2007 in der EU die häufigste gemeldete Zoonose beim Menschen. Kontaminiertes Geflügelfleisch gilt als eine der Hauptursachen für Infektionen mit Campylobacter spp., insbesondere über sogenannte Kreuzkontaminationen während der Speisezubereitung. Um die Belastung von Geflügelfleisch mit Campylobacter einzudämmen, wurde vor fünf Jahren ein EU-weites Prozesshygienekriterium eingeführt. Bei Überschreitung einer gewissen Prozentzahl an Schlachtkörpern mit Keimzahlen von über 1000 KbE/g sind die Unternehmen verpflichtet, Verbesserungen der Schlachthygiene durchzuführen. Im Rahmen des Zoonosen-Monitorings wird seit dem Jahr 2009 regelmäßig die Belastung von Schlachtkörpern und Geflügelfleisch mit Campylobacter spp. überprüft.


QUELLE:
► Pressemitteilung Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom 04.12.2023

Dr. Greta Riel

Weniger Campylobacter-Bakterien auf Hähnchen

Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in einer Pressemitteilung berichtet, wurden im Zoonosen-Monitoring 2022 bei Mastenten Salmonellen und Campylobacter-Bakterien deutlich häufiger nachgewiesen als bei Masthähnchen. Auffallend sei insbesondere die häufige Kontamination von Mastentenschlachtkörpern gewesen, aber auch in frischem Entenfleisch wurden deutlich mehr Campylobacter gefunden als bei frischem Hähnchenfleisch. Die Ergebnisse verdeutlichten, dass Entenfleisch - wie das Fleisch anderer Geflügelarten - nur gründlich durcherhitzt verzehrt werden sollte und bei der Zubereitung eine strenge Küchenhygiene zu beachten sei.


QUELLE:
► Pressemitteilung Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom 28.11.2023

Dr. Greta Riel

Keime in Entenfleisch

Die Daten der amtlichen Lebensmittelüberwachung zeigen, dass in Deutschland regelmäßig
mit dem Vorkommen von Campylobacter und seltener auch von Salmonellen auf den Schalen von Konsumeiern gerechnet werden muss. Neben der Bekämpfung des Vorkommens von Krankheitserregern in Legehennenbetrieben, können technische Verfahren helfen, die Zahl auf Eiern vorhandener Krankheitserreger zu reduzieren. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat im Forschungsprojekt „UVegg“ untersucht, ob die Behandlung von Konsumeiern mit UV-C-LED-Strahlung als zusätzliche Maßnahme geeignet ist, das Risiko für Lebensmittelinfektionen durch Salmonellen und Campylobacter zu verringern. Im Allgemeinen konnte in dem Projekt mittels UV-C-LED-Behandlung die Anzahl der künstlich aufgebrachten Bakterien auf Eioberflächen reduziert werden, allerdings abhängig von dem Verschmutzungsgrad und der bakteriellen Kontaminationsstufe. Im Projekt wurde gezeigt, dass UV-C-LED-Strahlung die Anzahl der Bakterien auf optisch sauberen bzw. geringfügig verschmutzten Eioberflächen reduziert. Höhere Verschmutzungsgrade und größere Mengen an Bakterien mindern den Effekt der UV-C-LED-Bestrahlung mitunter erheblich.

QUELLE:
► Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Stellungnahme 038/2023 vom 28.08.2023

Dr. Greta Riel

UV-C-LED-Licht zur Verringerung bakterieller Kontamination von Eiern nutzbar?

Wachsen in Eis, Hackfleisch oder Geflügelfleisch Bakterien vom Typ Salmonella typhimurium, kann der Verzehr eine schwere Lebensmittelvergiftung zur Folge haben. Der Verdacht auf eine Kontamination mit Salmonellen erhärtet sich jedoch in der Regel erst nach mehreren Tagen, wenn mikrobiologische analytische Labore diese Bakterienart in Kultur nachweisen können. Forschende der McMaster-Universität in Hamilton (Kanada) haben nun eine hybride DNA-RNA-Sonde entwickelt, mit der ein Nachweis auf Salmonellen sehr viel schneller und mit einfachen Mitteln gelingt.

QUELLE:
► Meldung Informationsdienst Wissenschaft (idw) vom 18.04.2023

 

Dr. Greta Riel

Farbtest zum Nachweis einer Salmonellenkontamination entwickelt
Da Kuhmilch als klimaschädlich gilt, greifen immer mehr Menschen zu Produkten auf pflanzlicher Basis. Die weißen Drinks aus Pflanzen sind aber oft teurer und ihre Produktion nicht zwingend nachhaltig. Deshalb laufen weltweit Versuche, Kuhmilch ohne Kühe herzustellen. Dabei soll die molekulare Struktur des tierischen Ausgangsprodukts erhalten bleiben. Die Produktion funktioniert durch Fermentation in Edelstahltanks. Diese neue Art der Milchproduktion ist eine Kombination aus zwei Techniken: der Fermentation und der Technik der genetischen Modifikation von Mikroorganismen - in diesem Fall mithilfe von Hefezellen.

 

QUELLE:
► Meldung Südwestrundfunk (swr) vom 09.02.2023

Dr. Greta Riel

Kuhmilch ohne Kuh

Im Zoonosen-Monitoring, durchgeführt durch die Bundesländer im Rahmen der amtlichen Lebensmittel- und Veterinärüberwachung, wurden 2021 über 400 Proben Rinderhackfleisch untersucht. Bei 28 von 420 Proben (6,7 %) wurden Shiga-Toxin bildende E. coli (STEC) nachgewiesen. STEC-Bakterien können akute Darmentzündungen hervorrufen, die zum Teil einen schweren Verlauf nehmen. Insbesondere bei Kindern kann eine Infektion mit STEC zur Ausbildung eines hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) führen, das oftmals mit einem akuten Nierenversagen einhergeht.

QUELLE:
► Meldung Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom 01.12.2022

Dr. Greta Riel

Pathogene Erreger in Rinderhackfleisch

Im Jahr 2022 sind durch das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) Mecklenburg-Vorpommern (MV) in der Zeit von August bis Dezember rund 2.100 Proben von insgesamt 306 verschiedenen Kartoffelsorten per PCR auf das Vorhandensein unterschiedlicher Krankheitserreger, untersucht worden. Es gab dabei keinen Nachweis einer Quarantänekrankheit der Kartoffel wie Bakterielle Ringfäule oder Schleimkrankheit, die durch Bakterien verursacht werden. Anders als im Vorjahr wurde aber bei den Viruserkrankungen eine deutlich stärkere Belastung des Pflanzgutes festgestellt.

QUELLE:
► Meldung Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) Mecklenburg-Vorpommern vom 12.12.2022

Dr. Greta Riel

Viren und Bakterien in Nabelkeilchen?
Behr's Verlag