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Dienstag, 07 Juni 2022

Untersuchung von Milch

Hygiene & HACCP

Untersuchung von Milch

Von Januar 2021 bis Anfang Mai 2022 untersuchte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 298 Proben pasteurisierter Milch auf Keime, wobei fünf Proben (1,7 %) aufgrund sensorischer und mikrobiologischer Mängel beanstandet und als zum Verzehr nicht geeignet bewertet wurden. Bei weiteren 252 Beprobungen wurde die ausreichende Erhitzung zur Haltbarmachung überprüft, bei 92 der Frischezustand (u. a. mittels pH-Wert-Messung) sowie bei 13 Proben der (verbotene) Zusatz von Wasser kontrolliert. Diese 357 Proben waren alle unauffällig.

Im oben genannten Zeitraum untersuchte das LGL zudem 161 H-Milch-Proben hinsichtlich auffälliger Keimzahlen, von diesen Proben waren fünf (3,1 %) aufgrund sensorischer bzw. mikrobiologischer Mängel als nicht zum Verzehr geeignet zu beurteilen – hier bestand jedoch kein Risiko für Konsumenten. Bei den Untersuchungen auf Frischezustand (93 Proben), ausreichende Erhitzung (16 Proben) und Wasserzusatz (2 Proben) waren keine Auffälligkeiten festzustellen.

Ebenfalls wurden 63 Rohmilchproben aus sogenannten Milch-Tankstellen untersucht. Der Nachweis von Krankheitserregern in sieben dieser Proben (11,1 %) untermauere laut LGL, wie wichtig es ist, Rohmilch vor dem Verzehr zu erhitzen. Eine Ausnahme stellen nur Rohmilchprodukte dar, die von eigens hierfür durch das Veterinäramt genehmigten Betrieben als „Vorzugsmilch“ in Verkehr gebracht werden: Diese Produkte können ohne Abkochen verzehrt werden, da sie strengen hygienischen Qualitätsvorschriften und Kontrollen unterliegen.

QUELLE:
► Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom 30.05.2022

Dr. Greta Riel

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