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Mittwoch, 17 August 2022

HACCP-Frage der Woche 33/2022

Hygiene & HACCP

HACCP-Frage der Woche 33/2022

Granatäpfel: Sind sie stark mit Pestiziden belastet?

Seit August 2019 bis Ende 2021 wurden durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart insgesamt 84 Granatäpfel aus konventioneller Erzeugung untersucht. Mehr als die Hälfte der Proben stammten aus der Türkei, mehrere Proben stammten aus Peru und Spanien und vereinzelte Proben aus Indien, Israel, Südafrika und Usbekistan. Mit Ausnahme einer spanischen Probe wurden in allen Proben Rückstände nachgewiesen. Mehrfachrückstände wurden in 92 % der Proben gefunden. Bei den Proben aus Indien, Südafrika und der Türkei konnten durchschnittlich die meisten Stoffe pro Probe nachgewiesen werden, allerdings ist die Probenzahl der indischen und südafrikanischen Proben gering. In den Proben aus Südafrika wurde mit 0,53 mg/kg, wie auch im Untersuchungszeitraum 2015–2021 (0,52 mg/kg), der höchste mittlere Pestizidgehalt (ohne Fosetyl) nachgewiesen. Insgesamt überschritten 26 der 84 Proben (31 %) mindestens einen Rückstandshöchstgehalt und wurden beanstandet. Drei der beanstandeten Proben stammten aus Spanien, 23 aus der Türkei. Bei den türkischen Granatäpfeln überschritten insgesamt 43 Stoffe den Rückstandshöchstgehalt. Besonders häufig überschritten die Insektizide Acetamiprid und Sulfoxaflor und das Fungizid Fosetyl (Summe) die Höchstgehalte.
Die Beanstandungsquote von 31 % bei Granatäpfeln im Untersuchungszeitraum August 2019 bis Ende 2021 auf Grund von Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte ist im Vergleich zu anderen Obstsorten hoch. Alle nachgewiesenen Rückstandsgehalte lagen jedoch unterhalb der jeweils toxikologisch festgelegten Referenzwerte, sodass alle Proben als gesundheitlich unbedenklich zu bewerten waren. Besonders auffällig waren Granatäpfel aus der Türkei – jede zweite Probe wurde beanstandet. Damit setzt sich der Trend aus den Vorjahren leider fort. Granatäpfel aus anderen Ländern waren weniger auffällig.


QUELLE:
Diese Frage inklusive ihrer Antwort stammt aus einer Meldung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts (CVUA) Stuttgart vom 31.01.2022

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