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Mittwoch, 09 Februar 2022

HACCP-Frage der Woche 06/2022

Hygiene & HACCP

HACCP-Frage der Woche 06/2022

Spinat: Gibt es Verwechslungsgefahren zu anderen Pflanzen?

Zerkleinerter tiefgefrorener Spinat wird mit einem lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch in der Slowakei in Verbindung gebracht. Der Ausbruch wurde zunächst vom Nationalen Toxikologischen Informationszentrum des Universitätsklinkums in Bratislava gemeldet. Die genaue Anzahl der Erkrankten wurde nicht von den Behörden angegeben, die Zahlen in den lokalen Medien belaufen sich zwischen zwölf und 100 erkrankten Personen, die von einer Tropanalkaloid-Vergiftung betroffen sind. Einige Erkrankte müssen im Krankenhaus behandelt werden. Die Behörden führten Untersuchungen im Handel und beim Hersteller durch. Es wurde vermutet, dass im Spinat gemeiner Stechapfel (Datura stramonium) enthalten war. Die enthaltenen Tropanalkaloide führten zur Vergiftung der Verzehrenden.
Tropanalkaloide sind natürliche Pflanzeninhaltsstoffe, die in einer Vielzahl von Pflanzen vorkommen, vor allem in Nachtschattengewächsen. Pflanzen bilden Tropanalkaloide, um sich vor Fraßfeinden zu schützen. Bei Stechapfel handelt es sich im vorliegenden Fall vermutlich um eine Fremdpflanze, die beim Anbau des Gemüses ebenfalls gewachsen ist. Die giftenthaltenen Samen können mitgeerntet werden und die Wirkstoffe gelangen folglich in das Lebensmittel.Vergiftungssymptome sind vor allem Trockenheit von Schleimhäuten (verminderter Speichelfluss, Mundtrockenheit), Hauttrockenheit und Hautröte, eventuell Pupillenerweiterung, in höheren Mengen Benommenheit, Sehstörungen, Herzklopfen, Desorientierung und Halluzinationen. Diese Wirkungen treten relativ rasch (5 bis 30 Minuten) nach der Aufnahme auf.

QUELLE:
Diese Frage inklusive ihrer Antwort stammt aus einer Meldung von Food Safety News vom 31.03.2021 sowie der Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, Rückstände und Kontaminanten, Tropanalkaloide

Dr. Greta Riel

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