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Artikel in Kategorie Hygiene & HACCP

Patulin kann besonders in angefaultem Kernobst, aber auch anderen faulenden Obstsorten und im Getreide vorkommen. Für den Verbraucher ist der Verzehr eines einzelnen Produktes mit erhöhtem Patulingehalt keine akute Gefahr. In höheren Dosen kann es zu Erbrechen und Verdauungsstörungen führen. Außerdem soll es leber- und nierenschädigend sein. Es wird daher dazu geraten, angefaultes Obst weder zu essen, noch weiter zu Saft, Kompott, Marmelade oder auch Wein zu verarbeiten. Mykotoxine sind weitgehend hitzestabil und verlieren daher ihre Wirkung durch Erhitzen nicht.

In diesem Jahr sind im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) M-V in Rostock 46 Proben mit oder aus Äpfeln und Birnen bestehende Lebensmittel auf das Schimmelpilzgift Patulin untersucht worden. Die Proben stammten aus dem Einzelhandel, Drogerien und Mostereien des Landes.

QUELLE:
► Meldung Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern vom 02.12.2020

Dr. Greta Riel

Patulin als Qualitätsindikator bei Apfel- und Birnenprodukten

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 16 Kamillentees, darunter 5 Bio-Produkte, in Drogerie- und Supermärkten, Diskontern sowie in der Apotheke eingekauft und im Labor auf Qualität und Schadstoffe untersucht. Während sich die Belastung durch Schadstoffe im Großen und Ganzen in Grenzen hielt, ging die Schere bei der Qualität der Tees weit auseinander. Letztlich wurden im Rahmen des Tests 2 „sehr gut“, 4 „gut“, 3 „durchschnittlich“, 2 „weniger“ und 5 „nicht zufriedenstellend“ vergeben.

QUELLE:
► Meldung Verein für Konsumenteninformation (VKI) vom 12.10.2020

Dr. Greta Riel

Mindeststandards von Tee nicht immer eingehalten

Im Zeitraum von 2016 bis 2020 wurden durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart 135 Proben Melonen aus konventionellem Anbau auf Rückstände von über 750 Pestiziden untersucht. Die Rückstandssituation stellt sich dabei gleichbleibend gut dar, der Anteil an Proben mit Höchstmengenüberschreitungen liegt über den gesamten Zeitraum bei drei Prozent.

Insgesamt wiesen 92 % der Proben Mehrfachrückstände auf, wobei bis zu 17 Rückstände in einer Probe festgestellt wurden. Mehr als 50 % der Proben wiesen jedoch 5 oder weniger Rückstände auf. Den geringsten Anteil an Proben mit Mehrfachrückständen mit 80 % weisen Wassermelonen auf, bei Honigmelonen und Cantaluope-Melonen konnten diese bei 95 % der Proben festgestellt werden, und bei Netzmelonen sogar bei 100 %.

QUELLE:
► Bericht Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart vom 15.10.2020

Dr. Greta Riel

Pflanzenschutzmittelrückstände auf Melonen?

Von Natur aus kommen Pyrrolizidinalkaloide (PA) nicht in Oregano und Majoran selbst vor. Sie stammen aus anderen Pflanzen, die auf dem Feld zwischen den Küchenkräutern wachsen und sich auf den ersten Blick kaum von ihnen unterscheiden. Sie bilden PA, um sich gegen Fraßfeinde zu wehren. Diese Pflanzen werden dann bei der Kräuterernte mitgeerntet und können zur Belastung von Küchenkräutern mit PA führen. 

Die Stiftung Warentest hat 21 Oregano- und 13 Majoran-Proben (darunter neun Bio-Oregano und drei Bio-Majoran) auf Pyrrolizidinalkaloide (PA) und Pestizide untersucht. Zusätzlich wurden die Produkte mikroskopisch auf Fremdbestandteile untersucht.

QUELLE:
► Meldung test.de vom 23.09.2020

Dr. Greta Riel

Pflanzengifte in Küchenkräutern

Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock analysierte Beeren der Saison 2020 auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Untersucht wurden 23 Proben verschiedener Beeren: 10 Proben Erdbeeren, 6 Proben Himbeeren, 5 Proben Johannisbeeren, 2 Proben Brombeeren. Die Beeren stammten überwiegend aus deutschem Anbau (19 Stück) und vier Proben Himbeeren aus Portugal, Polen und Großbritannien. Alle Früchte waren aus konventionellem Anbau und wurden dem Handel in Mecklenburg-Vorpommern entnommen oder stammten direkt aus der Handelsware von den Erzeugern.

QUELLE:
► Pressemitteilung Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern vom 17.09.2020

Dr. Greta Riel

Untersuchungen auf Wirkstoffrückstände in Beeren

Das CVUA Sigmaringen hat im Jahr 2019 insgesamt 43 Proben Getreideflocken, davon 18 Proben aus ökologischem Anbau, auf die Belastung mit neun wichtigen Mykotoxinen untersucht. Beim Großteil der Proben handelte es sich um Haferflocken (29 Proben). 

Der Anteil der mit Mykotoxinen belasteten Proben lag bei den konventionellen Getreideflocken mit 72 % deutlich höher als bei den Bio-Getreideflocken mit 22 %. Fünf der neun untersuchten Mykotoxine waren in keiner der Proben nachweisbar. 

QUELLE:
►  Meldung Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Sigmaringen vom 12.08.2020

Dr. Greta Riel

Mykotoxine in Getreideflocken

Bezüglich des neuartigen SARS-CoV-2-Virus gibt es Vermutungen, dass das Virus auf Oberflächen, also z.B. auch auf Lebensmittelverpackungen, über einen kurzen Zeitraum, überlebt und somit Infektionen auslösen könnte. Für eine Übertragung des Virus von Lebensmitteln auf den Menschen gibt es aktuell jedoch keinerlei Hinweise. Dies kann sowohl Veröffentlichungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) entnommen werden.

Für Wissenschaftler des LHL stellte sich die Frage, ob es trotz der in diesen Betrieben angewendeten strengen Hygienerichtlinien wegen COVID19-Erkrankungen von Mitarbeitern zu einer Kontamination der Fleischoberfläche mit SARS-CoV-2-Virus kommen könnte - und ob auf diese Art das Virus möglicherweise bis zum Verbraucher gelangen könnte.

QUELLE:
►  Pressemitteilung Landesbetrieb Hessisches Landeslabor vom 12.06.2020

Dr. Greta Riel

Kein Nachweis des SARS-CoV-2-Virusgenoms auf der Oberfläche von Fleischproben

Bei Geflügelfleisch tauchen immer wieder Probleme für die Lebensmittelsicherheit auf, weil diese mit Pathogenen, insbesondere Campylobacter und Salmonella kontaminiert sind. Chlorbehandlungen im Schlachtprozess sind nur bedingt sinnvoll und sind in der EU nicht  zugelassen.

Zur Erforschung dieser Thematik läuft am DIL (Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V.) in Quakenbrück aktuell ein Forschungsprojekt, bei dem der Einsatz von Bakteriophagen und Laserbestrahlung kombiniert werden. Um die bakterielle Belastung zu reduzieren werden verschiedene Verfahren mit unterschiedlicher Wirkungsweise, optische Technologien und biotechnologische Verfahren zur Dekontamination kombiniert. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom DIL setzen Bakteriophagen ein, um der Kontamination mit Pathogenen gezielt entgegen zu wirken.

QUELLE:
►  Pressemitteilung DIL Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V. vom 16.06.2020

Dr. Greta Riel

Bakteriophagen und Laserbestrahlung zur Dekontamination von Geflügelfleisch
Behr's Verlag