Mittwoch, 21. Februar 2024

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Artikel in Kategorie Hygiene & HACCP

Hummus ist laut eines aktuellen Tests von Ökotest oft empfehlenswert- einige Aufstriche seien jedoch mit Mineralölrückständen verunreinigt. Außerdem kritisiert Ökotest gefundene Spuren von Glyphosat.

19 Produkte, Hummus der Sorte "Natur", wurden untersucht. Zehn Produkte waren Bio-Produkte. Geprüft wurden sowohl gekühlte als auch ungekühlte Produkte im Plastikbecher, im Glas oder aus der Konservendose. Erfreulich war laut Ökotest, dass elf Produkte mit „sehr gut“ bewertet werden konnten. Ein Hummus im Test konnte die Tester geschmacklich nicht überzeugen.


QUELLE:
► Meldungen Ökotest vom 29.10.2023

Dr. Greta Riel

Hummus im Test

Die Anzahl der lebensfähigen Bakterien ist einer der wichtigsten Bewertungsindikatoren, um sicherzustellen, dass Lebensmittel frei von Verunreinigungen sind. Herkömmliche Messmethoden benötigen jedoch bis zu zwei Tage, um Ergebnisse zu liefern, und diese Ergebnisse liegen erst vor, nachdem die Lebensmittel die Fabrik verlassen haben - mit potenziell fatalen Folgen. Eine Forschungsgruppe der Osaka Metropolitan University hat nun eine Technologie entwickelt, mit der die Anzahl lebensfähiger Bakterien in Lebensmitteln schnell und genau elektrochemisch bestimmt werden kann, und zwar mit Tetrazoliumsalz (MTT), einem wasserlöslichen Molekül.

QUELLE:
► Meldung analytica-world.de vom 13.09.2023, die Originalveröffentlichung ist unter https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.analchem.3c01871 abrufbar.

Dr. Greta Riel

Neue Technologie beschleunigt Bakterientest in Lebensmitteln

Das CVUA Stuttgart hat Cocktails mit konventionellen Limetten, konventionellen Limetten mit dem Hinweis „Schale zum Verzehr geeignet“ und Limetten aus ökologischem Anbau zubereitet und den Pestizidgehalt gemessen. Eine Oberflächenbehandlung der Schale führte zu vergleichsweisen hohen Rückstandsgehalten. Während die Limetten mit behandelter Schale einen mittleren Rückstandsgehalt von 4,9 mg/kg aufwiesen, so haben Limetten mit dem Hinweis „Schale zum Verzehr geeignet“ einen deutlich geringeren mittleren Rückstandsgehalt von 0,19 mg/kg (Untersuchungszeitraum 2021 bis Mitte August 2023). Der mittlere Rückstandsgehalt von Limetten aus ökologischem Anbau war mit 0,003 mg/kg nochmals deutlich niedriger. Untersucht wurde jeweils die ganze Limette mit Schale.

QUELLE:
► Meldungen Bundesverband Lebensmittelkontrolleure Deutschlands e.V. vom 23.09.2023 und Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart vom 20.09.2023

Dr. Greta Riel

Caipirinha mit oder ohne Pestizide

ÖKO-TEST hat Chicken Nuggets getestet. Untersucht wurden elf Tiefkühl-Nuggets und drei Produkte von Fast-Food-Ketten. Die drei Bio-Produkte im Test waren die einzigen Produkte, die das Gesamturteil "gut" erhielten. In den mit „ungenügend“ bewerteten Nuggets der beiden Testverlierer, einer Fast-Food-Kette und einem Tiefkühlkost-Produzenten, hat das Labor Gehalte an 3-MCPD-Fettsäureestern ermittelt. Diese wurden von Öko-Test als "erhöht" bewertet. Die Ester könnten während der Verdauung nahezu vollständig ungebundenes 3-MCPD freisetzen. Diesen Fettschadstoff stuft die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) als möglicherweise krebserregend für den Menschen ein.

Ein Kind mit 30 Kilogramm Körpergewicht würde mit einer Portion von 150 Gramm Chicken Nuggets schon mehr als die Hälfte der täglich tolerierbaren Aufnahmemenge (TDI) ausschöpfen, die die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) festgelegt hat.

Zudem stecke in den Nuggets der Fast-Food-Kette Phosphat. Öko-Test wertete diese Produkte ab. Die Nuggets bestünden zudem zu 56 % aus Panade. Die zwei genannten Produzenten überzeugten auch nicht in Sachen Transparenz und Tierwohl: ungenügende und unvollständige Angaben zu den Haltungsbedingungen der Hühner bzw. ein Verweigern der Auskunft führte zur Abwertung.

In der Discounter-Eigenmarke hat das von Öko-Test beauftragte Labor einen antibiotikaresistenten Keim gefunden. Der Fund weise laut Öko-Test aber auf ein grundsätzliches Problem in der Hähnchenmast hin: Die häufige Antibiotikagabe im Hühnerstall führe zwangsläufig zur Bildung von immer mehr resistenten Keimen, gegen die Antibiotika dann auch beim Menschen nicht mehr wirkten.

 

QUELLE:
► Meldung ÖKO-TEST vom 08.08.2023

Dr. Greta Riel

Chicken Nuggets im Test

Das Kleber-Eiweiß Gluten ist ein wasserunlöslicher Proteinkomplex in bestimmten Getreidearten wie z. B. Weizen, Dinkel, Kamut, Roggen, Gerste oder Hafer. Bei Menschen, die an Zöliakie leiden, führt die Zufuhr von Gluten aufgrund einer Autoimmunreaktion zu einer Entzündung in der Dünndarmschleimhaut, deren Zellen wie auch die der Darmzotten dadurch zerstört werden. In der Folge ist die Nährstoffresorption aus dem Darm erheblich gestört; eine lebenslange glutenfreie Ernährung ist notwendig. Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft geht davon aus, dass ca. 1 % der deutschen Bevölkerung von Zöliakie betroffen ist.

Andere Menschen reagieren auf Weizen mit Beschwerden, haben jedoch keine Zöliakie. Diese Form der Glutenunverträglichkeit wird als Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität (NCGS) bezeichnet. Als Auslöser werden neben Gluten Amylase-Trypsin-Inhibitoren vermutet. Man geht heute von einer Häufigkeit von 0,5 bis 13 % in der Bevölkerung aus.

QUELLE:
► Presseinformation Nr. 23/2023 des Landesamtes für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt vom 21.6.2023

 

Dr. Greta Riel

Entspannte Lebensmittel-Einkäufe und Restaurantbesuche für Menschen mit Glutenunverträglichkeit?
Mineralöl-Kohlenwasserstoffe können durch Umweltkontamination, Verwendung von Schmierstoffen für Maschinen, Trennmittel, Verarbeitungshilfsstoffe, Lebensmittel- oder Futtermittelzusätze sowie durch Migration aus Lebensmittelkontaktmaterialien in Lebensmittel gelangen. Sie wurden in einer Vielzahl von Lebensmitteln gefunden, die in der Regel höhere Konzentrationen an Mineralöl-Kohlenwasserstoffe (MOSH) als an aromatische Mineralöl-Kohlenwasserstoffe (MOAH) aufweisen.

Sachverständige der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gelangten nun vorläufig zu dem Schluss, dass gesättigte MOSH keinen Anlass zu gesundheitlichen Bedenken geben. Bei gesättigten Mineralöl-Kohlenwasserstoffen wurden bei einem bestimmten Stamm von Ratten schädliche Wirkungen auf die Leber beobachtet, es gebe aber Hinweise darauf, dass diese Wirkungen für den Menschen nicht relevant sind.


QUELLE:
Meldung Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vom 15.03.2023

Dr. Greta Riel

EFSA-Gutachten zu Mineralöl-Kohlenwasserstoffen
Behr's Verlag