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Dienstag, 15 November 2022

Keine unerwünschten Belastungen in Wildlebererzeugnissen

Gesundheit

Keine unerwünschten Belastungen in Wildlebererzeugnissen

In einem Untersuchungsschwerpunkt sind in diesem Jahr zehn Stichproben Wildlebererzeugnisse aus dem Handel in Mecklenburg-Vorpommern entnommen und im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) auf unterschiedliche Parameter untersucht worden. Das waren Schwermetalle und andere Elemente, Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, Polychlorierte Biphenyle (PCB), Dioxine sowie Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS).

Wild, insbesondere Schwarzwild, reichert durch Aufnahme von Futter aus den oberen Bodenschichten lange stabil bestehende (persistente) organische Verbindungen sowie Schwermetalle an. „Sammelbecken“ dafür sind in erster Linie die Innereien der Tiere, wie Leber und Nieren. Die Untersuchung von Wildschweinlebern im Jahr 2020 zeigte beispielsweise PFAS-Gehalte, die deutliche über den Werten der kürzlich angepassten EFSA-Empfehlungen lagen. Das LALLF erreichte danach Anfragen von Jägern, wie mit Innereien umgegangen werden sollte, ob und was davon in welchen Mengen verzehrbar ist.

Grundsätzlich werde hier keine Gesundheitsgefahr gesehen, wenn es bei einem üblichen Verzehr bleibt. In Wildwurst werde laut Dr. Stephan Goltermann, Direktor des LALLF, in der Regel mit geringeren Anteilen Wildleber gearbeitet, so dass eine Art Verdünnungseffekt von eventuell vorhandenen Belastungen bei Innereien eintrete. Auch nach den Ergebnissen dieser Untersuchungen stehe einem Genuss der Delikatessen nichts entgegen.

QUELLE:
► Meldung Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) vom 02.11.2022

Dr. Greta Riel

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