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Dienstag, 06 Februar 2024

HACCP-Frage der Woche 06/2024

Gesundheit

HACCP-Frage der Woche 06/2024

Bleibelastung: ist Wildfleisch bedenkenlos essbar?

In den Jahren 2018 bis 2022 wurden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) insgesamt 89 Proben auf das Element Blei untersucht. Einige davon im Jahr 2020 im Rahmen eines bundesweiten Monitorings.
In 82 der 89 untersuchten Proben konnte Blei nachgewiesen werden. In etwa 60 Prozent dieser Proben lag der Bleigehalt dabei unter 0,1 mg/kg. Diese Menge ist in Fleisch von Schweinen, Rindern, Geflügel oder Schafen zulässig. Für Wildfleisch oder daraus hergestellten Produkten ist bislang kein Höchstgehalt rechtlich festgelegt. In Österreich wird bei der Beurteilung ein sogenannter „Aktionswert“ von 0,25 mg/kg Blei berücksichtigt. In 27 der vom LAVES untersuchten Proben lag der Gehalt über 0,25 mg/kg, davon sieben zwischen 10 und 100 mg/kg und drei über 100 mg/kg. 26 Proben (27 Prozent aller untersuchten Proben) wurden beanstandet, davon sechs (6 Prozent) sogar als gesundheitsschädlich.
Wie das LAVES berichtet, können Wildfleisch und die daraus hergestellten Erzeugnisse besonders viel Blei enthalten, wenn das Wild mit bleihaltiger Munition erlegt wurde. Beim Aufprall verformen oder zerlegen sich die Geschosse. Es lösen sich kleinste Partikel und feinste Splitter, die tief in das Fleisch eindringen und kaum oder gar nicht zu erkennen sind. Insbesondere im Gewebe in der Nähe des Schusskanals, aber auch in größerer (gegebenenfalls bis zu 45 Zentimeter) Entfernung sind teilweise noch sehr hohe Bleimengen nachweisbar. Der Schusskanal ist immer großzügig zu entfernen. Es gibt kein generelles Verbot für bleihaltige Munition, weder europa- noch bundesweit. Auch in den Bundesländern sind die Regelungen unterschiedlich.

QUELLE:
Diese Frage inklusive ihrer Antwort stammt aus einer Meldung des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)

 

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