Mittwoch, 21. Februar 2024

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Artikel in Kategorie Gesundheit

Zahlreiche pflanzliche Lebensmittel enthalten so genannte Lektine. In der Pflanze übernehmen sie wichtige Funktionen zum Schutz vor Krankheiten und Schädlingen. In Maßen aufgenommen sind bei den meisten Lektinen für den Menschen keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten.

Bei Aufnahme bestimmter Lektine, die vor allem in rohen Hülsenfrüchten vorkommen, kann es laut des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) allerdings zu gesundheitlich unerwünschten Wirkungen, u. a. mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen. Kinder seien aufgrund ihres geringen Körpergewichts besonders gefährdet. Um den unerwünschten Wirkungen zu entgehen, reiche es in der Regel, die empfohlenen Zubereitungsmethoden für Hülsenfrüchte einzuhalten.

QUELLE:
► Stellungnahme 03/2024 des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vom 23.01.2024

Dr. Greta Riel

Krank durch Lektine in Pflanzenkost?
Das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) untersuchte im Jahr 2023 24 Proben veganer und vegetarischer Bratwürste auf das Vorhandensein tierischer Bestandteile. Davon waren 19 Proben vegan und fünf Proben vegetarisch. Zudem wurde die sensorische Ähnlichkeit zu den gleichnamigen tierischen Erzeugnissen überprüft.

QUELLE:
► Meldung Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)

Dr. Greta Riel

Tierische Bestandteile in veganen und vegetarischen Bratwürsten?
Mangelhafte Bedingungen während der Lagerung von Kaffeebohnen oder -pulver können zum Wachstum von Schimmelpilzen führen. Vor allem Feuchtigkeit und Wärme begünstigen einen solchen Befall, der die Bildung von Giftstoffen, sogenannten Mykotoxinen, nach sich ziehen kann. Bei Kaffee spielt vor allem das Mykotoxin Ochratoxin A (OTA) eine Rolle. Der Gesetzgeber hat für dieses Schimmelpilzgift zulässige Höchstgehalte festgelegt, um einen bedenkenlosen Genuss des beliebten Getränks auch bei häufigem Konsum sicherzustellen. Im Jahr 2022 hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 63 Proben Kaffee auf OTA untersucht.

 

QUELLE:
► Pressemitteilung Bayrisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vom 30.11.2023

Dr. Greta Riel

Kaffee auf Schimmelpilzgifte untersucht
Die seit 2022 laufende analytische Untersuchung von Käseimitaten auf nicht gekennzeichnete Allergene des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern ergab, dass nur in sechs Proben keinerlei Spuren von allergenen Bestandteilen nachweisbar waren. Dabei enthielten alle 14 Produktkennzeichnungen eine Auslobung zur Allergenfreiheit. Die am häufigsten verwendeten Begriffe waren dabei „glutenfrei“, „frei von Soja“ und „frei von Milch“. In acht von 14 Proben (57 %) von Käseersatzprodukten wurden zumindest Spuren von ein bis drei, nicht gekennzeichneten, Allergenen nachgewiesen.

 

QUELLE:
► Meldung Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) Mecklenburg-Vorpommern vom 28.08.2023

Dr. Greta Riel

Gesundheitlich relevante Allergene in Käseersatzprodukten?

Seit dem Jahr 2016 bis Mitte des Jahres 2023 hat das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Sigmaringen insgesamt 655 Proben Kernobstprodukte auf das Mykotoxin Patulin untersucht. Zu den Proben gehörten feste Kernobsterzeugnisse, vor allem Apfelmus, sowie Nahrung für Säuglinge und Kleinkinder wie Obstzubereitungen mit Kernobst. Der größte Teil der Proben waren allerdings Kernobstsäfte, vor allem Apfelsaft, aber auch Birnensaft, Quittensaft und Saftmischungen. Keine der 43 Proben Babynahrung oder der 62 Proben von festen Kernobsterzeugnissen enthielt Patulin über der Bestimmungsgrenze der Methode. Ebenso stellten die Expertinnen und Experten des CVUA Sigmaringen in drei Viertel aller 550 Proben Kernobstsaft (415 Proben) kein Patulin fest. In 25 % der Saftproben war Patulin enthalten.

 

QUELLE:
► Meldung Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Sigmaringen vom 31.07.2023

Dr. Greta Riel

Mykotoxine in Kernobstprodukten?

Lebensmittelüberwachungsbehörden in Baden-Württemberg warnen vorm Verzehr der beiden Schlankheitsmittel "Coffee Slim Secret" (MHD 01.06.2024) und "Detox Slim Secret" (MHD 19.09.2025), die über soziale Netzwerke vermarktet wurden. Diese Kaffee- und Teebeutel enthalten den nicht deklarierten Appetitzügler Sibutramin in erhöhter Dosierung. Sibutramin ist ein illegales und gesundheitsschädliches Arzneimittel.

Der Arznei­wirkstoff Sibutramin wurde bis 2010 als Appetitzügler (Anorektikum) zur Reduktion von starkem Übergewicht (Adipositas) verwendet. Er war nur in einem einzigen, verschreibungspflichtigen Medikament in Europa zugelassen. Wegen der erheblichen Risiken wird Sibutramin seit Januar 2010 weltweit offiziell nicht mehr verkauft, die Zulassung ruht.

QUELLE:
► Meldung Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz vom 04.07.2023
► Meldung verbraucherzentrale.de vom 08.11.2022

 

Dr. Greta Riel

Sibutramin in Kaffee- und Teebeuteln nachgewiesen
Bubble-Tea-Getränke werden nach Kundenwunsch aus mehreren Zutaten vor Ort hergestellt. Grundlage des Getränkes ist zumeist grüner oder schwarzer Tee. Der Verbraucherin bzw. dem Verbraucher stehen bei den Sirupen und den Einlagen zahlreiche Geschmacksrichtungen zur Verfügung. Bei den namengebenden Einlagen, den „Bubbles“, wird zwischen Kügelchen aus Tapioka, der Stärke aus der Maniokwurzel, den Popping Bobas, Kügelchen aus Alginat mit einer flüssigen Füllung, die beim Zerbeißen platzen und sogenannten Jellys in Würfelform unterschieden. Durch die Sirupe und die Toppings enthalten die Bubble Teas zahlreiche Zusatzstoffe.


QUELLE:
Presseinformation Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt vom 22.05.2023

Dr. Greta Riel

Bubble Tea ist vor allem süß und bunt
Behr's Verlag