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Artikel in Kategorie Gesundheit

„Sicherere Lebensmittel, bessere Gesundheit” – unter diesem Motto fand am 7. Juni 2022 der vierte Welttag der Lebensmittelsicherheit (World Food Safety Day) statt. Passend dazu ging der BfR-Welt-Almanach zur Lebensmittelsicherheit (BfR World Food Safety Almanac) des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) online. Der Online-Welt-Almanach gibt einen Überblick über die Verwaltungsstrukturen verschiedener Länder in der Lebens- und Futtermittelsicherheit. Zu den besonderen Herausforderungen gehört, dass die Auswahl an Lebensmitteln in den vergangenen Jahren viel reichhaltiger geworden ist.

QUELLE:
► Presseinformation Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vom 07.06.2022

Dr. Greta Riel

BfR-Welt-Almanach nun auch online verfügbar

Die Aufnahme von Energie, gesättigten Fettsäuren, Natrium und Zuckerzusatz/freiem Zucker ist zu hoch in Europa; ihre Senkung würde dazu beitragen, chronische Krankheiten, die ihren Ursprung in einer ungesunden Ernährungsweise haben, zu bekämpfen. Im Gegensatz dazu ist die Aufnahme von Ballaststoffen und Kalium beim größten Teil der erwachsenen Bevölkerung in Europa zu niedrig und ihre Erhöhung würde zur besseren Gesundheit führen.
Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des wissenschaftlichen Gutachtens der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), das sich mit den Nährwertprofilen befasst. Die Ernährungsexperten haben Lebensmittelbestandteile – sowohl die mit Nährstoffen als auch die ohne Nährstoffe – festgelegt, die wichtig für die öffentliche Gesundheit der Europäer sind, weiter haben sie Lebensmittelgruppen ermittelt, die eine wichtige Rolle in der Ernährung in Europa spielen, und letztendlich haben sie wissenschaftliche Kriterien bestimmt, nach denen sich die Auswahl der Nährstoffe bei der Erstellung von Nährwertprofilen richten soll.

QUELLE:
► Meldung Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vom 19.04.2022

Dr. Greta Riel

Wissenschaftliches Gutachten zu Nährwertprofilen

Ökotest hat 19 Produkte veganer Wurst untersucht. Die Aufschnitte ahmen unter anderem Salami, Lyoner, Schinkenwurst oder Mortadella nach. Als Vorteile veganer Wurst gelten u.a. weniger Tierleid eine weniger klimaschädliche Produktion und als Ersatz für rotes Fleisch auch die geringere Aufnahme von Nitritpökelsalz. Etwa zwei Drittel der getesteten Produkte enttäuscht jedoch mit ihren Gesamturteilen und wurden als „mangelhaft“ und „ungenügend“ bewertet. Es werden Verunreinigungen mit Mineralöl festgestellt. Zudem setzten viele Hersteller auf ein umstrittenes Verdickungsmittel und verwendeten zu viel Salz.

QUELLE:
► Meldung Ökotest vom 24.03.2022

Dr. Greta Riel

Vegane Wurst im Test

Die Arzneimitteluntersuchungsstelle am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe erhält regelmäßig Anfragen zur Untersuchung verdächtiger Zollproben. Bei diesen, vor allem Potenz- oder Schlankheitsmitteln, besteht häufig der Verdacht einer privaten Einfuhr illegaler und gesundheitsschädlicher Arzneimittel aus dem Internethandel.
Bei einer Probe (September 2021) wurde ein äußerst bedenklicher Fund gemacht. Es handelte sich dabei um ein Schlankheitsmittel, das laut Deklaration auf natürliche Weise beim Abnehmen hilft. Jedoch konnte mittels des GC-MS-Screeningverfahrens kombiniert mit einer Datenbankrecherche der Wirkstoff Oxyphenisatin nachgewiesen werden, welcher nicht auf der Verpackung deklariert wurde.

QUELLE:
► Meldung Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe vom 13.01.2022

Dr. Greta Riel

Oxyphenisatin in Schlankheitsmittel nachgewiesen

Ökotest hat 20 Senf-Marken untersucht. Insgesamt wurden neun Senfe mit "sehr gut" bewertet. 

Alle Bio-Senf-Marken im Test sind frei von Glyphosat. Ein Großteil der konventionellen Produkte enthält Rückstände dieses Herbizids. Von der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC) wird Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend für den Menschen" eingestuft. Die im Test festgestellten Gehalte liegen im Spurenbereich- nach Einschätzung von Ökotest sollte Glyphosat in Lebensmitteln allerdings nicht feststellbar sein. Zwei Produzenten erklären auf Nachfrage, dass das Glyphosat nur deshalb in ihrem Senf feststellbar sei, weil es mittlerweile in der Umwelt schon ubiquitär verbreitet sei. Die festgestellten Werte erkläre das laut Ökotest nicht. Die beiden Hersteller erklärten außerdem, die Senfpflanze würde durch das Totalherbizid Glyphosat absterben, weshalb der Einsatz nicht üblich sei. Doch genau das ist eine mögliche Anwendung von Glyphosat: Landwirte können damit die Pflanzen vor der Ernte totspritzen, um die Reifung und den Erntezeitpunkt zu steuern.

QUELLE:
► Meldung Oekotest.de vom 27.05.2021

Dr. Greta Riel

Senf im Test

Mit der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie (NRI) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sollen die Gehalte von Zucker, Fetten und Salz in Fertigprodukten deutlich reduziert werden. Nun liegen Ergebnisse des Produktmonitorings vor, mit dem das Ministerium das Max Rubner-Institut (MRI) beauftragt hat. Diese wurden von der Bundesernährungsministerin Julia Klöckner vorgestellt. Im Fokus standen Energie- und Nährstoffgehalte von verpacktem Brot und Kleingebäck, verpackten Wurstwaren und weiteren Fleischerzeugnissen, Riegeln, Quetschprodukten (also pürierten Lebensmitteln, die direkt aus einem Kunststoffbeutel gesaugt werden können) und Kinderfertigmahlzeiten. Dazu wurden insgesamt knapp 5.000 Produkte erfasst.

QUELLE:
► Pressemittelung Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vom 21.04.2021

Dr. Greta Riel

Fertiglebensmittel werden gesünder

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat seine bisherigen Höchstmengenvorschläge für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) geprüft und auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse überarbeitet. Sie sollen dem Risikomanagement als Diskussionsgrundlage und letztlich als Basis für die Schaffung von gesetzlichen Höchstmengenregelungen auf EU-Ebene dienen.

Die BfR-Empfehlungen zielen darauf ab, die Nährstoffzufuhr über NEM und angereicherte Lebensmittel so zu beschränken, dass durch den Konsum der Produkte signifikante zusätzliche Nährstoffaufnahmen möglich sind und zugleich die Mehrheit der gut versorgten Bevölkerung vor übermäßigen Nährstoffaufnahmen geschützt wird.

QUELLE:
► Meldung Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vom 16.03.2021

Dr. Greta Riel

BfR-Höchstmengenvorschläge aktualisiert
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