Dienstag, 06. Dezember 2022

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  • Genschere schützt Gerste

    Viren können große Ernteverluste bei Getreide verursachen. Bei Getreiden kommt solchen Viren eine wachsende Bedeutung zu, die über Mikroorganismen im Boden auf die Pflanzen übertragen werden. Im Fall der Gerste sind das vor allem das Gerstengelbmosaikvirus (BaYMV) und das Milde Gerstenmosaikvirus (BaMMV). Beide werden im Herbst auf die jungen Keimlinge der Wintergerste übertragen und können Ertragsverluste bis zu 50 Prozent verursachen.

     

    QUELLE:
    ► Meldung Leibniz-Gemeinschaft vom 04.11.2022

    Dr. Greta Riel

     

Neues zu Themen rund um HACCP

Etwa 500 Millionen Kilo Obstkerne werden jedes Jahr in Europa von Fruchtverarbeitern (Saft, Marmelade & weitere) weggeworfen. Ein österreichisches Startup hat sich der Rettung dieser Kerne verschrieben. Durch ein einzigartiges Verfahren werden in einer eigens errichteten Anlage die Kerne der Marille, Kirsche und Zwetschge gespalten, damit die darin befindlichen Samen zur Herstellung nachhaltiger Lebensmittel verwendet werden können. Bisweilen wurden vom Startup bereits Gourmet-Öle sowie Schoko-Aufstriche kreiert.

Mit Marillenkernen als Basis bringe das Startup eine Weltinnovation im Sektor der pflanzlichen Drinks in den Handel. Jeder Drink rette laut der Hersteller 82 Marillenkerne und verführe mit seinem nussigen Geschmack sowie herausragenden Umwelt-Benefits. Die positiven Auswirkungen des Rohstoffes wurden laut Hersteller offiziell berechnet. Gerettete Marillenkerne sparten im Vergleich zu Hafer, Soja & Co. 30% CO2-Emissionen. Noch eindrucksvoller sei die Reduktion in puncto Wasserverbrauch: Marillenkerne sparten hier gegenüber Mandeln satte 96% ein. In Zusammenarbeit mit einer Einzelhandelskette will das Startup zukünftig noch andere Obstkerne zu veganen Produkten verarbeiten.

QUELLE:
► Meldung Kern Tec GmbH

Dr. Greta Riel

Milch-Alternative aus Obstkernen

Im Zeitraum von Anfang 2017 bis Mitte 2022 analysierte das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Sigmaringen insgesamt 287 Proben Getreidekörner und 556 Proben Mehle, Grieße und Schrote. Die häufigsten Getreidesorten waren dabei Weizen, Hartweizen, Roggen, Dinkel und Mais. Lebensmittelüberwachungsbehörden entnehmen die Proben in den unterschiedlichsten Betrieben von Mühlen über den Großhandel oder Supermärkte bis hin zu Herstellern, die Getreide verarbeiten, wie Bäcker oder Nudelfabriken. Die Untersuchungspalette umfasste unterschiedliche Mykotoxine.

Von den 843 untersuchten Proben überschritten insgesamt sechs Proben Getreidekörner und drei Proben Getreidemahlerzeugnisse die gesetzlich festgelegten Höchstgehalte für Deoxynivalenol, Ochratoxin A oder Aflatoxine und mussten beanstandet werden. Am häufigsten wurde der Höchstgehalt von Deoxynivalenol überschritten. Insgesamt war die Beanstandungsquote mit 1,1 % aber gering. Das bedeute laut CVUA jedoch nicht, dass die restlichen Proben frei von Mykotoxinen waren. Im Durchschnitt wies das CVUA Sigmaringen in gut der Hälfte der untersuchten Proben (59 %) ein oder mehrere Mykotoxinarten nach – die Gehalte lagen jedoch unterhalb der Höchstgehalte oder Richtwerte. Bei der anderen Hälfte der Proben waren keine Mykotoxingehalte oberhalb der Bestimmungsgrenzen der aktuellen Analysenmethoden festzustellen.

QUELLE:
► Meldung Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Sigmaringen vom 08.09.2022

Dr. Greta Riel

Mykotoxine in Getreide und Getreidemahlerzeugnissen
Behr's Verlag