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Internorga 2010 – ein voller Erfolg

Written by Jörg Reimuth
März 25th, 2010

Internorga Hamburg Nach sechs Tagen gut besuchter Messe, mehr als  100 000 Fachbesuchern, unzähligen Gesprächen und Beratungen, war der ein oder andere Aussteller heiser und so manch einen Besucher qualmten die Füße. Am 17.03. schloss die diesjährige Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien, die Internorga 2010. Insgesamt 1.105 Aussteller aus 28 Nationen präsentierten ihre Produktneuheiten in elf Hallen auf der Messe in Hamburg. Nahrungsmittel und Getränke, Hotel- und Gaststätteneinrichtungen, Großküchen-Einrichtungen, Kühl- und Gefriertechnik gehörten ebenso zum dargebotenen Sortiment wie Café- und Bareinrichtungen, Verpackungsmaschinen, Transportsysteme, Energietechnik, Automaten, Spülmaschinen, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Bekleidung, Fachliteratur, Kassen- und Registriersysteme, Mobiliar für alle Gelegenheiten und vieles mehr.

Hat man im Vorfeld keine persönliche „Messeroute“ geplant, so wurde man leicht von der Vielfalt der Angebote überrollt. Im Folgenden kurz meine persönlichen Eindrücke, Messehighlights und -flops:

Als bekennender Nudelgourmet hat es mir der Pasta Kochautomat „MARCO“ von Spaghettissimo angetan. Ob"MARCO" Spaghettissimo Maccaroni zum Sofort-Verzehr oder als Take-away. Auf Knopfdruck gibt es jede Portion in nur 90 Sekunden. Anschließend mit Soße vermischen und fertig ist das Nudelmenü. Doch es geht noch schneller. Mit dem Pasta-1- Minuto-Kocher von sapori-Antichi, der in nur 60 Sekunden Nudeln von Null auf lecker produziert. Beide Produkte überzeugten verblüffend. Ob man so etwas wirklich benötigt, steht auf einen anderen Blatt, aber es funktioniert.

Pasta-1-Minuto

Im Außenbereich ist mir ein neuer Imbisswagen im Oldtimer-Look ins Auge gefallen. Die Roka-Werke präsentierten einen zusammen mit Airstream entwickelten Oldtimer-Imbisswagen nach amerikanischem Vorbild. Der neue Airstream Diner mit 5,3 m Aufbaulänge und 1,8 t zulässigem Gesamtgewicht basiert auf dem Modell Airstream 534 Europa. Das Fahrzeug bietet eine klassische Imbiss-Ausstattung für die Zubereitung von Würstchen, Pommes, Burger und den Ausschank von Getränken. Geräumig, praktisch und für mich leider unbezahlbar, aber genial in seiner Art. Der hat es mir schon angetan.

Oldtimer-Imbisswagen

Innenausstattung

Nie mehr Salmonellen-Infektionen durch Eier. Das verspricht „EGGcellent“ High-tech for food safety. Das Gerät, in demEGGcellent High-tech for food safety das Polluxieren, eine der Pasteurisation ähnliche Behandlung, erfolgt, heißt Pollux. Beim weltweit patentierten Verfahren werden rohe Eier an sowie in der Schale nachweislich salmonellenfrei (gilt auch für den Vogelgrippeerreger, das H5N1-Virus) gemacht. Dafür sorgt ein prozessorgesteuertes Beschwadungsverfahren mit natürlichem Wasserdampf, also kein Einsatz von Chemie oder Strahlen. Dadurch bleiben die Nährstoffe wie auch die Konsistenz der Eier erhalten. Das heißt, Eiweiß und Eigelb können nach wie vor getrennt werden und sind nicht geronnen. Die Garantie für die Wirksamkeit gibt das Zertifikat der SGS (Muttergesellschaft von Institut Fresenius, Taunusstein). Das Prüfinstitut hat nachgewiesen, dass die Salmonellen im Sinne der Hühnereiverordnung durch dieses spezielle Erhitzungsverfahren abgetötet werden. SGS hat das Zertifikat erteilt, das turnusgemäß rezertifiziert wird. Darüber hinaus haben sich Universitäten sowie deutsche Behörden mit der Wirksamkeit beschäftigt und bestätigen die Zulässigkeit. Für dieses Gerät sind mir spontan viele Einsatzmöglichkeiten eingefallen. Kliniken, Senioren- und Pflegeheime aber auch in der Hotellerie könnte ich mir dieses Gerät gut vorstellen, denn man kann damit noch viel mehr machen, als nur Eier salmonellenfrei.

Hygieneischer - Tür - Griff (HTG)Ob der gesichtete hygienische Türgriff, kurz HTG genannt den erwünschten Durchbruch erfahren wird, muss sich erst noch herausstellen. So einfach wie genial die Idee auch ist, so habe ich etwas Bedenken, was die Akzeptanz betrifft. Der Türgriff wird mit dem Unterarm bedient und verspricht das Öffnen und Schließen der Türen ohne Hände. Dank seiner abgerundeten Form, seiner Dichtung sowie das Fehlen von Schrauben und scharfen Kanten, soll er schnell und einfach zu reinigen sein. Dennoch stehe ich dem Produkt etwas skeptisch gegenüber. Geben wir aber auch diesem Produkt eine Chance und beobachten den Markt, wie der Griff angenommen wird

Bereits gut etabliert hat sich der mobile, berührungslose Händedesinfektionsspender „Steripower“. Gab es im letztenMobile Händedesinfektion vor den MessetoilettenJahr auf den Toiletten der Internorga aufgrund des überragenden Ansturms teilweise bereits gegen Mittag weder Seifenlotion zur Händewaschung noch Papierhandtücher zur Trocknung, war das Problem dieses Jahr gelöst. Auf nahezu jeder Toilette gab es die Möglichkeit einer Händedesinfektion. Steripower sei Dank. Der Aussteller hat seine mobilen Geräte großzügig verteilt und diese nach der Messe dann zum Messepreis abgegeben. Zweifelsohne gibt es noch viel mehr von der Messe zu berichten. Vielleicht war ja der ein oder andere von Euch vor Ort und konnte neue Eindrücke gewinnen. Lasst es uns wissen!