Der heißersehnte Sommer ist nun endlich da, Deutschland schwitzt. Doch so wie man in Australien beim ersten Graupelschauer ehrfürchtig das Auto stehen lässt, sind die Deutschen ab der 30°C-Marke scheinbar schon mit ihrem Alltag überfordert. Den Eindruck hinterließ zu mindest mein letzter Besuch im Supermarkt.
Das Einkaufsverhalten des Einzelnen ist sehr unterschiedlich. Doch unabhängig davon, ob Sie Lebensmittel für den Eigenverzehr einkaufen, oder als Restaurantbesitzer, Hotelier, Imbiss-Betreiber zur weiteren Verarbeitung und Verkauf ordern, ist es gerade bei den sommerlichen Temperaturen wichtig einige Dinge zu berücksichtigen.
Durch unsachgemäßen Transport leicht verderblicher Lebensmitteln bei großer Hitze, durch falsche Lagerung oder unzureichende “Küchenhygiene”, können sich Lebensmittel mikrobiologisch verändern und nach dem Verzehr zu Übelkeit, Erbrechen, Magenproblemen und evtl. auch Kopfschmerzen führen. Auch ein Klinikaufenthalt kann nötig werden und nicht selten kommt es zu Todesfällen. Über den witzig gemeinten Ausspruch: “Eine Salmonelle auf die Schnelle hat noch niemanden geschadet” kann der nicht mehr lachen.
Bei Temperaturen zwischen +7 und +40° C fühlen sich Salmonellen so richtig wohl und vermehren sich sehr schnell.
Ginge man lediglich von einer einzigen Salmonelle in einem Lebensmittel aus, so würde sich diese innerhalb von 4 Stunden und 20 Minuten auf über 8.000 Salmonellen vermehren. Eine Lebensmittelvergiftung wäre die Folge.
Folgend ein paar Selbstverständlichkeiten, die ab und zu in Vergessenheit geraten. So vermeidet Ihr Lebensmittelinfektionen!
Achtet beim Einkauf in den Sommermonaten mehr denn je auf die Qualität und Haltbarkeit der
Lebensmittel.
- Kein Hamsterkauf von Obst und Gemüse, sondern nur so viel, wie voraussichtlich verbraucht wird.
Lange Lagerung führt zu Vitaminverlusten und zum Verderb. Alternativen sollten in Erwägung gezogen werden: z. B. Trockenfrüchte und Tiefkühl- Gemüse. - Insbesondere rohe und nicht erhitzte Produkte wie beispielsweise Geflügel, Fisch- und Fleischprodukte sollten nur in Kühlboxen transportiert werden. Große Discounter stellen solche Kühlboxen im Austausch zur Verfügung. Für den kleinen Einkauf zwischendurch genügt evtl. auch eine Kühltragetasche.

- Beim Einkauf darauf achten, dass aus den Kühlmöbeln nur Lebensmittel entnommen werden, die nicht bereits angetaut gewesen sind und dann wieder eingefroren wurden („Raschelprobe“). Kühlkapazitäten sind bei den Discountern teilweise begrenzt, sodass zu kühlende Produkte über die Füllmarken von Tiefkühltruhen etc. gestapelt werden. In diesem Fall nur die tatsächlich gekühlten Produkte kaufen!
- Den Einkauf so planen, dass leicht verderbliche Produkte zum Schluss eingekauft werden, damit der Transport für diese Lebensmittel nicht unnötig lang andauert.
- Nach dem Transport Lebensmittel richtig lagern. Bananen und andere Südfrüchte gehören zu den kälteempfindlichen Obstsorten. Sie sollten nicht im Kühlschrank gelagert werden, sondern vorzugsweise in einem kühlen Vorratsraum oder auch einem für die Lebensmittellagerung geeigneten Keller (Wer kennt nicht die hässlich braunen Flecke auf der Banane).
- Kühlpflichtige Lebensmittel in die Kühlzellen einlagern. Siehe dazu auch den Beitrag Kühlen mit Hindernissen – was Sie beim Kühlen beachten sollten.
























