Samstag, 03. Dezember 2016

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  • Isoflavone

    Sicherheit von Nahrungsergänzungsmitteln für Frauen nach der Menopause

    Isoflavone

    Isoflavone sind sekundäre Pflanzenstoffe und kommen insbesondere in Soja und Rotklee vor. Sie haben eine chemische Struktur, die den Östrogenen (weiblichen Geschlechtshormonen) ähnlich ist. Bei ihrer Interaktion mit Östrogenrezeptoren können sie die Wirkung im Körper gebildeter („endogener“) Hormone nachahmen, sie aber auch blockieren. Diskutiert wird, ob Isoflavone günstige gesundheitliche Wirkungen auf die Knochendichte, peri- und postmenopausale Beschwerden, das Herz-Kreislauf-System und kognitive Funktionen sowie krebsverhindernde („präventive“) Eigenschaften haben können. Aus diesem Grund werden sie in zahllosen Nahrungsergänzungsmitteln angeboten. Zugelassene Medikamente sind auf dem deutschen Arzneimittelmarkt jedoch nicht erhältlich, weil die Wirksamkeit bisher nicht bewiesen werden konnte. Manche Ärzte warnen im Gegenteil vor zu reichlichem Genuss von Sojaprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln mit isolierten Isoflavonen, weil Flavonoide unerwünschte Wirkungen haben können.

    QUELLE:
    ► Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): www.bfr.bund.de/de/a-z_index/isoflavone-9777.html
    ► Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): www.efsa.europa.eu/de/press/news/151021
    ► EFSA Journal (2015; 13(10): 4246 (342 pp.), DOI: 10.2903/j.efsa.2015.4246)

    Food & Hygiene Praxis, Behr's Verlag, Ausgabe 01/2016, S. 12ff.

Neues zu Themen rund um HACCP

Mikrobiologische Alternativmethoden

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | QM & QS

Die Erfordernis, die mikrobiologische Qualität von Rohstoffen und Endprodukten in der Lebensmittelwirtschaft möglichst zeitnah zu beurteilen, hat zur Entwicklung mikrobiologischer Untersuchungsverfahren geführt, die schneller und/oder leichter durchführbar sind als die „Referenzverfahren“. Da diese „Alternativverfahren“ nicht immer mit den Referenzverfahren identische Ergebnisse erbringen, ist eine zuverlässige Arbeitsvorschrift für die Validierung dieser Verfahren erforderlich. Unter dem Titel „Microbiology of food and animal feeding stuffs – Protocol for the validation of alternative methods” wurde im Jahr 2003 ein entsprechendes Dokument entwickelt, das die technische Arbeitsvorschrift für die Validierung alternativer Verfahren auf dem Gebiet der mikrobiologischen Untersuchung von Lebensmitteln und Futtermitteln sowie von Umwelt- und veterinärmedizinischen Proben festlegt (ISO 16140:2003 + Amd.1:2011; Deutsche Version EN ISO 16140:2003 + A1:2011). Im Juni 2016 wurde der „alte“ Standard in einer Neubearbeitung als ISO 16140:2016 veröffentlicht.

QUELLE:
►„New ISO standard to validate microorganism testing methods for the food industry” vom 21. Juni 2016: www.iso.org/iso/news.htm?refid=Ref2093

Food & Hygiene Praxis, Behr's Verlag, Ausgabe 03/2016, S. 15ff.

Mikrobiologische Alternativmethoden

Abgemahnt: Gesüßtes Getränk nicht mehr als Saft bezeichnen

QM & QS | Recht & Normen

Ein Getränk darf lediglich dann als Saft bezeichnet werden, wenn zu 100 % Frucht- oder Gemüsesaft enthalten sind. In einem Produkt eines Getränkeherstellers sind nicht einmal 40 % echte Frucht enthalten. Was das Unternehmen als 100 % kalt gepressten Frucht- und Gemüsesaft mit natürlichem Zuckergehalt bewirbt, erwies sich aber als ein mit Reissirup gesüßtes Getränk aus fast 60 % Wasser und nur knapp 39 % Fruchtsaft

QUELLEN:
► Lebensmittelklarheit vom 30.09.2016
► Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Hessen e. V. vom 29.09.2016

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Abgemahnt: Gesüßtes Getränk nicht mehr als Saft bezeichnen
Behr's Verlag